Eine Parzelle ist die in einigen Bundesländern heute noch gebräuchliche allgemeine Bezeichnung für ein Flurstück. Diese Bezeichnung galt bis 1936 in Anhalt, Bremen, Lübeck, Oldenburg, Preußen und Württemberg.

Der neue Begriff hat sich nur schwer eingebürgert, die alte Bezeichnung wurde noch lange auch in Rechtsprechung und Gesetzgebung verwendet.

Mit einer Parzelle ist die kleinste Buchungseinheit des Liegenschaftskatasters gemeint, die als räumlich abgegrenzter Teil der Erdoberfläche in der Flurkarte unter einer eigenen Nummer bezeichnet und in den Büchern des Liegenschaftskatasters gesondert beschrieben wird.

Im allgemeinen Sprachgebrauch finden sich Begriffe wie „Parzellieren“ als Synonym für das Bilden neuer Flurstücke bei der Aufteilung größerer Grundstücke in einzelne, zur Bebauung vorgesehene Grundstücke (Bauplätze).