Als erschließungsbetragsfrei (ebf) bezeichnet man den erschließungsbeitragsrechtlichen Zustand eines Grundstücks, wenn Erschließungsbeiträge nach §§ 127 ff. Baugesetzbuch (BauGB) für den geleisteten Erschließungsaufwand vollständig erhoben wurden und keine weiteren Forderungen an den Grundstückseigentümer diesbezüglich bestehen. Erschließungsbeitragsfrei nennt man das Grundstück, nachdem vom Beitragspflichtigen alle Beitragsforderungen beglichen sind. Bei der Verkehrswertermittlung kommt dem erschließungsbeitragsrechtlichen Zustand eines Grundstücks…

Weiterlesen

Eine Durchschneidung von Acker- und Grünlandflächen liegt vor, wenn ein solches Feldstück durch eine hoheitliche Maßnahme in zwei oder mehrere Teile geteilt wird. Von einer Anschneidung wird gesprochen, wenn eine Teilfläche von einer Acker- oder Grünlandfläche abgetrennt wird. Sowohl die An- als auch die Durchschneidung führt zu einer schlechteren Form und einer Verkleinerung der geteilten…

Weiterlesen

Denkmäler sind Sachen, Mehrheiten von Sachen oder Teile von Sachen, an deren Erhaltung und Nutzung ein öffentliches Interesse besteht (§2 Denkmalschutzgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen). Unterschieden werden in der Regel in den Gesetzen der Länder Denkmalbereiche wie z.B. Stadtgrundrisse, Stadtteile oder aber auch Siedlungen (auch wenn nicht jede dazugehörige Anlage für sich selbst ein Denkmal ist),…

Weiterlesen

Bei der Cost of Replacement Method handelt es sich um eine im angloamerikanischen Wirtschaftsraum angewandte Bewertungsmethode, die den Wert eines bebauten Grundstücks von den alterswertgeminderten Herstellungskosten zum Wertermittlungsstichtag abzuleiten sucht. Die Methode ist das Äquivalent der normierten Sachwertmethode.

Weiterlesen

Im Zusammenhang mit Fragen der Grundstückswertermittlung, ist der Begriff ein Äquivalent der Discounted Cashflow-Methode.

Weiterlesen

Aussagen, die auf der Basis einer Stichprobe gewonnen werden, lassen sich immer nur mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit auf die Grundgesamtheit übertragen. Die verbleibende Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Aussage auf die Grundgesamtheit nicht zutrifft wird als Irrtumswahrscheinlichkeit bezeichnet. Bei den Konfidenzschätzungen, die zu einem bestimmten, Vertrauensbereich führen, wird umgekehrt die Irrtumswahrscheinlichkeit vorgegeben. Analog geht man bei…

Weiterlesen

Der Korrekturfaktor ist im allgemeinen Sinne ein Multiplikator, mit dem der dazugehörige Multiplikant mit der Zielsetzung zu einem sachgerechten Produkt zu kommen, korrigiert wird. Korrekturfaktoren treten in der Wertermittlungspraxis in den verschiedensten Formen auf, z.B. als Wertfaktor bei der Verkehrswertermittlung von Erbbaurechten und erbbaurechtbelasteten Grundstücken, als Marktanpassungsfaktor im Rahmen des Sachwertverfahrens  oder auch bei der…

Weiterlesen

Bei Anwendung des Ertragswertverfahrens in der Immobilienbewertung wird von der jährlich nachhaltig erzielbaren Rohmiete ausgegangen. Nach §17 Wertermittlungsverordnung (WertV) beinhaltet diese nicht jene Umlagen, die zur Deckung von Betriebskosten gesondert gezahlt werden. Die Jahresrohmiete ist auch Ausgangspunkt für eine Kalkulationsmethode, welche auch als „Maklerverfahren“ bezeichnet wird. Der hier überschlägig ermittelte Verkehrswert ergibt sich als Vielfaches…

Weiterlesen

In der Immobilienwirtschaft wird als Jahresreinertrag der Betrag bezeichnet, der sich aus der Subtraktion der Bewirtschaftungskosten vom Jahresrohertrag (Jahresnettokaltmiete) ergibt. Zu unterscheiden ist zwischen diesem Jahresreinertrag als Istgröße, die die faktischen Ertragsverhältnisse eines bestimmten Jahres wiederspiegelt und dem Jahresreinertrag, der als Berechnungsgrundlage für das Ertragswertverfahren dient. Beim Ertragswertverfahren ist die Abschreibung kein Bestandteil des Bewirtschaftungskostenkatalogs,…

Weiterlesen

Unter einem innerlandwirtschaftlichen Verkehrswert ist der Wert zu verstehen, wenn landwirtschaftliche Flächen ausschließlich zwischen Landwirten gehandelt werden. Der innerlandwirtschaftliche Verkehrswert ist i.d.R. niedriger als der Verkehrswert für landwirtschaftliche Nutzflächen auf dem allgemeinen Grundstücksmarkt (Marktteilnehmer: Landwirte und Nichtlandwirte). Das begründet sich durch das nutzungsorientierte Kaufinteresse beim Grundstückshandel von Landwirten untereinander. Der Grundstückshandel und das Kaufinteresse werden…

Weiterlesen