Unter einer Wanne im Bauwesen wird ein trogartiges Gefäß verstanden, das im Regelfall wasserdicht, mindestens jedoch wasserundurchlässig ist.

“Die Abdichtung ist im Regelfall auf der dem Wasser zugekehrten Bauwerksseite anzuordnen; sie muss eine geschlossene Wanne bilden oder das Bauwerk allseitig umschließen. Sie muss bei stark durchlässigem Boden mindestens 30 cm über den Bemessungswasserstand und wenig durchlässigem Boden mindestens 30 cm über die geplante Geländeoberkante geführt werden. “

Unter dem Bemessungswasserstand wird der höchste, nach Möglichkeit aus langjähriger Beobachtung ermittelter Grundwasserstand bzw. Hochwasserstand gemeint.

  • Klassische Schwarze Wanne – sie besteht aus bituminösen Bahnen, die untereinander und auf dem Untergrund vollflächig verklebt sind.
  • Weiße Wanne – sie besteht aus Beton mit hohem Wassereindringwiderstand ( WU-Beton), bei der der Beton die lastabtragende Funktion hat und gleichzeitig gegen flüssiges Wasser von außen abdichtet. Eine zusätzliche andere Art von Abdichtung ist nicht zwingend erforderlich. Der Hochofenzement wird im trockenen Zustand hellgrau bis weiß. Diese Bauweise ist seit November 2003 in der WU-Richtlinie geregelt.
  • Schwarzweiße Wanne – sie besteht aus gemauerten Kellerwänden mit bituminösen Abdichtungsstoffen in Verbindung mit einer wasserundurchlässigen Bodenplatte aus WU-Beton.
  • Braune Wanne – sie besteht aus einer Abdichtung mit einem hochquellfähigen Tonmaterial, das sich durch eine besonders geringe Wasserdurchlässigkeit auszeichnet. Dieses Tonmaterial wird als Betonit bezeichnet und ist nicht wasserdicht, sondern nur wasserundurchlässig.