Pachtwertverfahren

Das Pachtwertverfahren bezeichnet die Ermittlung von Grundstücks- und Objektwerten. Die überwiegende Anwendung findet dieses Verfahren bei der Bewertung von Flächen, für die in der Zukunft eine andere Nutzung vorgesehen ist, z.B. Deponieflächen, aber auch bei Gaststätten und Hotelbetrieben. Niebuhr, HLBS-Report 1994, S. 11, sieht in der Pachtwertmethode eine Kombination aus Vergleichs- und Ertragswertverfahrens. Zur Ermittlung…

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Neu für Alt

„Neu für alt“ geht auf die rechtlichen Regelungen zum Schadensersatz zurück. Es bestimmt sich über folgenden Zusammenhang: Wird eine gebrauchte Sache vollständig zerstört oder so beschädigt, dass eine Reparatur nicht mehr lohnt, kann die Beschaffung einer entsprechenden gebrauchten Sache als Ersatz des Schadens unter Umständen nicht genügen. In diesem Fall ist die alte Sache durch…

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Nachlasswert

Als Nachlasswert wird die Gesamtheit des Erbes in Geld bezeichnet. In der Wertvermittlungsverordnung (WertV) ist dieser Wertbegriff nicht als eigenständig abgegrenzte Definition vorgesehen. Für eine Bewertung von Immobilien im Zuge der Erbauseinandersetzung wird. i.d.R. der Verkehrswert nach § 194 Baugesetzbuch (BauGB) herangezogen. In Abhängigkeit des konkreten Bewertungsnachlasses kommen jedoch auch andere Wertansätze zur Anwendung; Im…

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Kalkulatorische Bodenwertermittlung

Der kalkulatorischen Bodenwertermittlung ist jedes Verfahren zuzurechnen, bei dem der Bodenwert nicht über vergleichende Wertung durch Vergleichspreise, sondern durch Berechnung (Kalkulation) des künftigen Wertes einer noch zu entwickelnden/herzustellenden Immobilie einerseits und der Entwicklungs-/Herstellungskosten andererseits ermittelt wird. Darunter ist im engeren Sinn das „Kalkulationsverfahren für werdendes Bauland“ zu verstehen. Letzteres ist ein von der Gesellschaft für…

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Herrschendes Grundstück

Als herrschend wird das Grundstück bezeichnet, das zugunsten dessen jeweiligen Eigentümers ein anderes Grundstück belastet. Die Belastung des dienenden Grundstücks kann in einer Grunddienstbarkeit gem. § 1018 des Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) bestehen. Für die Beleihung des herrschenden Grundstücks ist es von Vorteil, wenn im Bestandsverzeichnis seines Grundbuches das Recht vermerkt ist (Herrschvermerk). Dies gilt ganz…

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Hammerschlagsrecht

Das Hammerschlags- und Leiterrecht beherbergt das Recht zum Betreten und Benutzen eines fremden Grundstückes, um von dort aus Bau-, Instandsetzungs- und Unterhaltungsarbeiten an der eigenen baulichen Anlage durchzuführen. Dieses Recht ist in den Nachbarschaftsgesetzen der Bundesländer geregelt und an bestimmte Voraussetzungen geknüpft, wie beispielhaft in § 47 Abs. 1 S.1  NNachbG  Niedersachsen: Der Eigentümer eines…

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Bodenbeschaffenheit

Unter Bodenbeschaffenheit versteht man den in bestimmter Weise beschaffenen Bodenzustand. Die Beschaffenheit gibt Auskunft über die Art, die Eigenschaften, die Zusammensetzung, die Konsistenz, die Qualität und Güte des Bodens. Sie bietet somit indirekt Informationen über die Nutzungseignung und Ertragsfähigkeit. Von Bedeutung ist dies z.B. bei Untergrunduntersuchungen für Bauvorhaben, bei der Betrachtung von kontaminierten, mit Altlasten…

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Bauerwartung

Als Bauerwartung bezeichnet man die Chance, dass in absehbarer Zeit sich bisher nicht baulich genutzte Flächen zu baureifem Land weiterentwickeln. Die erwartete Qualitätssteigerung stützt sich tatsächliche Gegebenheiten (z.B. die allgemeine städtebauliche Entwicklung des Gemeindegebiets) und auf rechtliche Gegebenheiten (z.B. entsprechende Darstellung im Flächennutzungsplan). Nicht alle Kriterien müssen gleichzeitig und kumulativ vorliegen. Das Vorliegen eines einzelnen…

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Einwurfswert

Der Einwurfswert ist der Wert aller privatnützigen Einwurfsgrundstücke. Dieser richtet sich nach der Qualität des Bodens, die ohne die Umlegung vorhanden wäre. Da für bauliche Anlagen, Anpflanzungen u.Ä. (nur) besondere Geldabfindungen zu gewähren sind, ist der Einwurfswert, auch bei bebauten Grundstücken, ein reiner Bodenwert. Er ist zu ermitteln, als wäre der Boden unbebaut. Es wäre…

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Habenzins

Bei der zur Bereitstellung von Kapital, wird im Allgemeinen von dem Kapitalgeber ein Zins verlangt. Der Begriff des Habenzins steht dabei für Zinseinnahmen für zur Verfügung gestelltes Kapital, der Sollzins für Zinsaufwendungen für aufgenommenes Fremdkapital (Fremdkapitalzins). Die Höhe des Zinssatzes wird dabei von Angebot und Nachfrage auf dem Kapitalmarkt bestimmt. Sie können zwischen Kreditgeber und…

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